Holz ist nicht gleich Holz

Die richtige Wahl der Kinderzimmermöbel

Die Auswahl der Kinderzimmermöbel steht an. Hier hat man meistens die Qual der Wahl. Ob ein Komplett-Set für das Babyzimmer, die Gestaltung eines Kleinkindzimmers oder für unsere Teenager ein Jugendzimmer. Jedes Alter bringt seine Anforderungen an die Möbel mit sich. Doch eines haben alle gemeinsam: Sie sollten schadstofffrei und nachhaltig sein. 

Daher gilt: Holz ist nicht gleich Holz
Doch was sind die Unterschiede und worauf gilt es zu achten? Hier ein Überblick über die gängig angebotenen Holzwerkstoffe sowie Holzarten.

Spanplatten
werden meistens bei sehr günstigen Produkten verarbeitet. Denn diese sind oft aus Pressspan gefertigt. Bei Spanplatten besteht die Gefahr, dass Formaldehyd enthalten ist. Dieses ist ein stechend riechendes Gas, welches Schleimhäute und Atemwege reizt und unangenehme Nebenwirkungen hervorrufen und Allergien auslösen kann.

Zudem sind Spanplatten nicht so stabil und langlebig wie andere Werkstoffe.

MDF (Mitteldichte Faserplatte)
Diese werden, im Vergleich zur Spanplatte, mit fein zerfasertem Holz statt mit Holzspäne zu Platten geleimt und gepresst.
MDF Platten bringen eine hohe Bruch- und Biegefestigkeit mit sich und verziehen sich nicht, was ein großer Vorteil zum Massivholz ist. Zudem ist dieser Werkstoff weder temperatur- noch lichtempfindlich. Daher werden sie im Möbelbau gerne eingesetzt. Im Bereich der Kindermöbel haben sich die MDF Platten in den letzten Jahren ebenfalls stark durchgesetzt. Die Oberfläche ist sehr glatt und zeigt keine Holzmaserung. Denn die Möbel sind robust und langlebig und halten dem Kinderalltag stand. Allerdings lassen sich nicht alle Möbelteile aus MDF fertigen. Füße für jede Art von Möbeln, Bettpfosten oder auch die Gitterstäbe bei Babybetten sind grundsätzlich aus Massivholz gefertigt.

Massivholz
ist ein Holzprodukt, welches einer Baumart zuzuordnen ist. Zum Beispiel Buche, Kiefer, Birke, Fichte etc.)

Kindermöbel aus Massivholz sind qualitativ sehr hochwertig. Sie verleihen jedem Kinderzimmer Wärme, Natürlichkeit und ein positives Raumklima. Denn das Holz „atmet“ – sofern es unbehandelt oder nur geölt/gewachst ist. Daher ist es auch besonders für Allergiker oder Asthmakranke geeignet. Zudem ist jedes Möbelstück auf Grund der einzigartigen Maserung ein Unikat. Egal für welches Möbelstück aus Massivholz Sie sich entscheiden. Es wird ein Leben lang ein treuer Begleiter sein.

Zu beachten gilt:
Holz ist ein Naturprodukt das „lebt“. Es atmet und verändert sich. Temperatur, Lichteinwirkung und Luftfeuchtigkeit haben großen Einfluss auf ihr neues Lieblingsmöbelstück. So kann es vorkommen, dass Verfärbungen auftreten oder sogar kleine Risse entstehen. Auch Astansätze, Verwachsungen und Farb- und Strukturunterschiede sind üblich und kein Reklamationsgrund. Denn jeder Baum hat seine DNA.

Man unterscheidet  zwischen Weich- und Hartholzarten. Wir konzentrieren uns jetzt auf die gängigen Holzarten, welche für die Fertigung von Kindermöbeln gerne genutzt werden.

Weichhölzer

Fichte
helle, gelblich-weiße Farbe und seidig matter Glanz. Fichte ist lichtempfindlich und dunkelt nach. Die geradlinige Maserung weißt sichtbare Harzkanäle auf.
Fichte ist sehr weich und elastisch. Daher ist die Anfälligkeit in der Rissbildung sehr gering. Fichte wird gern als Konstruktionsholz genutzt.

Kiefer
ist im Kern rot-gelblich und außen gelblich-weiß. Die ausgeprägte Maserung weißt Astlöcher und Unregelmäßigkeiten auf. Kiefer ist sehr elastisch aber doch fester als Fichte und ist in der Regel etwas glatter.  

Zu beachten gilt:
Kindermöbel welche aus Weichhölzern gefertigt sind, gehören zu den preiswertesten unter den Massivholzmöbeln. Auf Grund der Beschaffenheit sind sie anfälliger für Kratzer, Dellen und andere Einwirkungen. Wenn das Möbelstück auch noch lackiert ist, hat man schnell die typischen „Lackabplatzer“, was sehr unschön aussieht. Daher empfiehlt es sich, auf lasierte Möbel zurück zu greifen.

Harthölzer – gehören zu den teureren Massivholzarten
denn sie sind unempfindlicher und schlagfester.

Buche
hat eine helle, gelbliche bis rosa-braune Farbe, eine gleichmäßige Maserung sowie eine stabile Struktur und ist sehr widerstandsfähig.

Eiche
hat eine grau-braune Farbe und auffällig breite Holzstrahlen. Typisch ist die gleichmäßige aber auffällige Maserung. Zu erkennen sind die Jahresringe und die verschieden großen Astlöcher. Eichenholz ist sehr robust und auch im Außenbereich einsetzbar.

Birke
ist ein sehr helles Holz und weißt kaum eine Maserung auf. Charakteristisch sind jedoch die einzelnen rot-braunen Flecke. Die Birke ist ein festes aber zugleich biegsames Holz. Auf Grund des geringen Eigengewichts hat sie nur eine geringe Tragkraft und ist somit nicht so stark belastbar.


Kindgerecht, Ökologisch und stabil

sollen sie sein, die neuen Kindermöbel. Daher setzen viele der Hersteller auf die Kombination aus lackiertem MDF und Massivholz. So zum Beispiel die derzeit trendigen Kinderzimmermöbel im skandinavischen Look.


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